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Darmsanierung

Bei der Geburt des Menschen ist sein Darm steril. Im Laufe seines Lebens kommt er mit zahlreichen Bakterien in Verbindung, meist über die Nahrung. Je nach Lebensgewohnheiten unterscheidet sich die sogenannte Darmflora eines jeden Menschen voneinander. Zahlreiche Bakterien leben in Symbiose mit dem Menschen und sind lebensnotwendig. Sie verhindern
das sich schädliche Darmbakterien ansiedeln können, sie recyceln Hormone und Gallensalze und führen sie wieder in den Körperkreislauf zurück, produzieren sogar B-Vitamine und sie haben zahlreiche Aufgaben was unser Immunsystem angeht u. v. m.

Mit der Gesundheit unseres Darmes stehen nicht nur Magen-Darm-Erkrankungen in Verbindung sondern z. B. auch Hauterkrankungen, allergische Erkrankungen, chronische Infektanfälligkeiten. Nicht selten ist der Darm auch ein Erregerreservoir für Vaginalmykosen (Candida Pilz) oder Harnwegsinfektionen (Escheria Coli).

 Quelle: Fotolia - DarmsanierungQuelle: Fotolia - Darmsanierung

 

Die Forschung steht noch ganz am Anfang, was die Vielfalt und die Aufgaben unserer Darmbesiedlung angeht. Es gibt molekulare wissenschaftliche Arbeiten, die von einer Artenvielfalt von 10 000 Arten und mehr sprechen.

Dieses Ökosystem kann durch eine Vielzahl von Beeinträchtigungen durcheinander geraten. Dauerstress, Schadstoffe, Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten, Arzneimittel (insbesondere Antibiotika, Immunsuppressiva, Kortison), einseitige Ernährung, hormonelle oder immunologische Systemerkrankungen sind nur einige davon.

Eine Darmsanierung kann aus vielerlei Gründen sinnvoll sein. Z. B. wenn eine Antibiose (Antibiotikaeinnahme), Cortisonbehandlung stattgefunden hat oder Immunsuppressiva eingenommen wurden. Auch Belastungen durch Schadstoffe, pathogene Erreger wie Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten, eine einseitige Ernährung, hormonelle oder immunologische Systemerkrankungen vorliegen. Selbst Dauerstress kann die Darmflora verändern.

Eine schulmedizinische Abklärung beim Hausarzt ist ggf. sinnvoll, um schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen.

Ist dies alles ausgeschlossen, kann mit Hilfe einer Stuhlprobe, die ein Labor analysiert, ein Komplettstatus - sprich eine Darmfloraanalyse - erstellt werden. Ein Komplettstatus beinhaltet eine quantitaive Bestimmung der repräsentativen Darmbakterien, Hefen, Schimmelpilze und des Ph-Wertes. Bei positiven Befunden kann eine weiterführende gezielte Laboruntersuchung erforderlich werden.

Erst dann kann zielgerichtet therapiert werden.

(Info-Quelle: Labor Dr. Hauss 2016, 4. Auflage)

 

Darmökologie

Unser Darm beherbergt viele kleine Helfer in Form von Bakterien. Ohne sie währe unsere Existenz undenkbar. Allein das Gewicht aller Bakterien zusammen liegt bei ca. 700 g. Sie haben vielfältige Aufgaben und ihre Zusammensetzung verändert sich von Darmabschnitt zu Darmabschnitt. Damit es uns gutgeht ist es wichtig, das die Zusammensetzung unserer Darmflora stimmt. Sie haben nicht nur Anteil an einer geregelten Verdauung, sondern haben auch Anteil an Krankheiten anderer Organe. Sogar bei Übergewicht haben unsere kleinen Helfer ein Wörtchen mitzureden.

 

Quelle: FotoliaQuelle: Fotolia

 

Eine Darmfloraanalyse kann bei Abklärung bestimmter Beschwerden helfen und ist Voraussetzung, um eine gezielte Therapie zur Wiederherstellung eines gesunden Darmmilleus beginnen zu können. Dazu bedarf es lediglich einer Stuhlprobe.

In meiner Praxis biete ich Ihnen Ihnen in Zusammenarbeit mit Laboren diese Untersuchungen an.

 

Darmpilze

Darmpilze gehören zu den Hefepilzen. Der Hefepilz Candida albicans hat aus medizinischer Sicht die größte Bedeutung. Er kommt mit der Nahrung in unseren Darm. Ob er dort einen krankhaften Befall verursacht entscheidet das Milieu, die Ernährung, die Darmbesiedlung und das Abwehrsystem des betroffenen Menschen. Weiterhin kann z. B. Schwangerschaft, Diabetes, Antibiotikabehandlungen eine Ausbreitung des Hefepilzes befördern.

 

Bemerkbar machen kann sich ein Darmpilz durch Blähungen, Durchfälle, ständige Infektanfälligkeit, Bauchkrämpfe, Allergien, Scheidenpilze u. ä. Ein Zungenabstrich und eine Stuhlprobe können Klarheit bringen.

 

Weitere Untersuchungsmöglichkeiten

Die Labore bieten je nach Beschwerdebild eine Vielzahl an Stuhluntersuchungen an. Dies sind z. B. Untersuchungen im Bereich Leaky Gut, Lactoseunverträglichkeiten, Zöliakie (glutensensitive Enteropathie, früher auch Sprue genannt), Parasitologie, Bakteriologie (qualitativ und quantitativ), Virologie des Stuhles.

Eine sorgsame Anamnese und Aufnahme Ihres Beschwerdebildes helfen bei der Beurteilung, welche Laboruntersuchungen sinnvoll sein können.

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