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Schröpfen

 

Das Schröpfen ist mehr als 5000 Jahre alt. Das Material woraus die Schröpfköpfe hergestellt sind und auch die Technik hat sich in den vielen Jahren geändert, wird heutzutage aber
auch von einigen Therapeuten und auch von mir gern wieder in seiner ursprünglichen Form (Feuerschröpfen) angewandt. Das Schröpfen gehört zu den traditionellen Heilmethoden.
  Quelle: Eigenbild - SchröpfenQuelle: Eigenbild - Schröpfen

 

Theorethische Grundlage in der chinesischen Medizin ist die Stagnation von Qi und Blut.
Durch die Erzeugung von Unterdruck mit Hilfe der Schröpfköpfe soll wieder Bewegung in
das Gewebe hineingebracht werden.

Das Schröpfen soll die Selbstheilungskräfte des Organismus stärken, anregen bzw. wieder
in Gang bringen.

 Es gibt verschiedene Formen des Schröpfens

1. Blutiges Schröpfen
Beim blutigen Schröpfen wird zuvor die Hautstelle die geschröpft werden soll mit einer
Lancette angeritzt. Der Unterdruck des Schröpfglases bewirkt, das Blut aus den kleinen Verletzungen herausgesogen wird. Man könnte es mit einem kleinen Aderlass vergleichen.

2. Trockenes Schröpfen
Hierbei werden die Schröpfköpfe auf unverletzte Hautstellen gesetzt. Der Unterdruck erzeugt dabei eine starke Druchblutung. Es ist möglich, das dabei blaute Flecken sogenannte Hämatome oder auch Hautblasen entstehen, je nach dem wie stark der Unterdruck erzeugt wird.

3. Schröpfmassage
Bei der Schröpfmassage werden die Hautbereiche, die behandelt werden sollen zuvor mit einem Hautöl eingerieben. Dies ermöglicht das Verschieben des Schöpfkopfes. Dabei wird
ein Unterdruck erzeugt, welcher eine stärke Durchblutung als eine herkömmliche Massage zulässt.

Welche Krankheiten können mit Schröpfen behandelt werden?
Die therapheutischen Einsatzmöglichkeiten des Schröpfens sind vielfältig, da es im Sinne
einer Reizkörpertherapie im Ganzen auf den Organismus einwirkt. Die Hauptwirkung des Schröpfens liegt in der Umstimmung des Organismus und damit auch die Regulierung der beeinträchtigten Körperfunktion. Hier einige Beispiele: Kopfschmerzen, Migräne, Hals-Nasen-Ohrenkrankungen, Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen
der Verdauungsorgane, Erkrankungen des Bewegungsapparates, gynäkologische Erkrankungen, Harnwegserkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems, Erkrankungen
der Venen u.v.m.

 

Quelle: Fotolia - SchröpfenQuelle: Fotolia - Schröpfen

Gibt es Nebenwirkungen?
Wird die Methode richtig angewandt, löst sie auch keine ungünstigen Nebenwirkungen aus. Blaue Flecken oder kleine Bläschen auf der Haut können auftreten. Sie sind oftmals gewollt und Teil der Therapie. 


Reicht eine Behandlung aus?
Die Schröpftherapie ist ein umstimmendes Naturheil-verfahren. Um
einen Körper umzustimmen bedarf es mehrerer Anwendungen in bestimmten auf den Patienten abgestimmten Intervallen. Der Körper braucht Zeit um auf die Behandlungen zu reagieren.
Auch hier gilt wieder der Grundsatz: Um so länger eine Krankheit sich bereits manifestiert hat, desto länger auch der Behandlungszeitraum.

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